ReimBerg Slam am 15.3.

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Dritter Samstag im Monat. Bergisch Gladbach. Q1 Jugend-Kulturzentrum. 20 Uhr. Der ReimBerg Slam: findet statt.

Es präsentieren sich die Slammer

Mario El Toro

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mario el toro gehört zu den Geheimtipps in der deutschen Kunstszene. Er hat sich mit seinen zeitkritischen Bildern, Objekten und Collagen bereits einen Namen erarbeitet. Auch seine Theaterprojekte finden sowohl bei der Kritik, als auch beim Publikum begeisterten Zuspruch. So wurde der Künstler, der die Hauptrollen in seinen Projekten selbst spielt, auch in Berlin von den Zuschauern begeistert gefeiert. In seinen szenischen Experimenten zeichnet er bissige Karikaturen unseres Lebensraums. Dabei wird das, was zunächst surreal erscheint, plötzlich zu einer schonungslosen Sezierung von Realitäten, die wir nur allzu gern verdrängen. … Er spielt verantwortungslos mit der gefährlichsten Waffe der Erde: der öffentlichen Meinung.
Quelle: Rhein-Zeitung

Nadine Dubberke
Nadine DubberkeKunst ist meine Sprache, mein Befreiungsschrei, durch sie bin ich wirklich frei

 

 

 

 

 

 

Tristan Kunkel
Tristan KunkelAngefixt vom lokalen Poetry Slam brauchte es nur ein bisschen Zeit und Gedanken – da schrieb Tristan Kunkel auch schon seine ersten eigenen Slam-Texte. Waren erste Zuhörer meist nur Katze und Spiegel, ging es dann im Frühjahr 2012 zu den ersten regionalen Schul- und U20-Slams. Doch seit 2013 macht Tristan auch die großen Bühnen unsicher. Egal ob in Siegen, Herborn oder als Finalist beim Schautenslam in Gerolstein – er teilt seine Leidenschaft so oft wie möglich und wird auch so schnell nicht damit aufhören.

 

 

Marc mit C
1003971_10200985166124032_879456649_nMarc mit C ist 26 Jahre jung. Er lebt derzeit als Exil-Ruhrpottler im nordhessischen Frankenberg (Eder), ist dort aber trotzdem glücklich. Beruflich macht er irgendwas mit Medien. In seiner Freizeit steht er gerne auf Poetry-Slam-Bühnen und erzählt dort allerlei wirres Zeug. Einfach so, weil Sprache seine große Leidenschaft ist und weil er es liebt das Publikum mit seinen Worten zu verzaubern. Und für das Freibier natürlich.

 

Jan Bühlbecker
Foto Jan KunstdiebEin Text von Jan:

Über´s Wasser gehen

Neben mir liegt eine Zeitung. Drei Buchstaben und ein Fußabdruck sind drauf. „Gut, Abwechslung während der Busfahrt“ denke ich und beginne zu lesen. „Welch ein Kandidat“ steht in großen Lettern auf dem Titel,
darunter steht „Genossen begeistert, weil ihr Mann übers Wasser geht.“
Ich staune. „Welch ein Teufelskerl“ denke ich noch bevor ich den Artikel lese. Ein Politiker der übers Wasser geht, wann gab es das schon einmal in der Geschichte? Ich beginne den Artikel zu lesen und finde dabei meine Antwort: Ganz früher, vor über 2.000 Jahren soll Jesus das schon einmal gemacht haben. Welch historische Geste. Auf Rat der Zeitung vergesse ich andere große Gesten der Geschichte, die Rede  von Wels, den Kniefall von Brandt, der Tag der Ausreise aus der DDR und konzentriere mich nur noch auf diesen Kandidaten. Er ist übers Wasser gegangen.
Das muss ich Franziska erzählen, ich greife zum Handy und wähle ihre Nummer.

Bei Franziska zu Hause sitzt sie immer noch am Frühstückstisch und versucht sich zu beruhigen. Gut, das auch neben ihr eine Zeitung liegt. Eine andere. Eine mit vier Buchstaben. Auf roten Grund. „Nicht mein Niveau“ sollte Franziska denken, doch sie ist verzweifelt. Also greift sie zum Papier. „SPD Kanzlerkandidat geht übers Wasser“ titelt auch dieses Blatt. Franziska beginnt zu staunen, wähnt eine Metapher. Doch beides bricht ihre Zeitung schnell ab, denn „wirklich: Nicht mal
schwimmen kann er“ lautet die Zwischenzeile. Franziska ist bestürzt: „Schwimmen sollte ein Kanzler schon können“ findet sie. Im Artikel selbst meldet sich auch irgendsoein Kaiser zu Wort, er war wohl mal Fußballspieler „typisch“ meckert der „es ist wie bei Berti Vogts.“ Franziska kommt zu eine, vernichtenden Urteil über den Politiker, als plötzlich ihr Handy klingelt. Sie geht dran. „Hallo Franziska“ begrüße ich sie hektisch, „ich bin es Jan. Hast du schon gehört“ fahre ich fort „der Kanzlerkandidat ist übers Wasser gegangen. „Ja“ antwortet Franziska „nicht mal schwimmen kann er.“
Ich lege auf.

 

Expeditionsleiter ist, wie könnte es anders sein, unser Moderator Alexander Bach!

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Los geht’s um 20 Uhr, Eintritt 5€, U16 4€ – sparen auch per Sammelkarte!