ReimBerg Slam 19.2.2011

Es war ein eindeutiger Sieg, den „tamfish“ (Sascha Thamm) aus Remscheid am 19.02.2011 im Café des Q1 davon trug – viele Rosen schmückten seine Arme und hingen ihm buchstäblich im Nacken, als er seine „Rosen“-Stimmen aufsammelte.

In der Finalrunde berichtete er im „Tagebuch“-Stil von einem Tag, wie er am besten nicht geschehen sollte. Von der Freundin verlassen, mit dem linken Bein aufgestanden und „vertikal kann so grausam sein“, ausversehen die Wohnung und somit das gesamte Mehrparteienhaus abgebrannt. Ein Lichtblick: Die Ex-Freundin schreibt eine sms, dass sie es doch noch einmal probieren wolle – er solle nur keinen „Blödsinn“ machen. Das erfährt er als er mit Handschellen im Polizeiauto abtransportiert wird. Aber nicht nur für den Finalrundentext bekam Sascha viele „Rosen“-Stimmen, sondern auch für die Texte „Die Grausamkeit der Wiederholung“ und „Talsperre oder learning by burning“. Das Publikum bedankte sich auch ganz herzlich mit einem tosenden Applaus für seine Zugabe „Ein Name für den Vogel“. Saschas website

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Den verdienten zweiten Platz belegte Michael Heide aus Köln, der uns zum zweiten Mal beim ReimBerg Slam mit seinen Texten zum Lachen und Nachdenken brachte. Der erste Text des Abends handelte von ihm und seinem ich in 48 Jahren und wie dieser sich in der Zukunft mit seinem eigenen Handeln beeinflusste. „Unsichtbar“: Auch hierbei ging es um Veränderungen, die im Laufe eines Menschenlebens eintreten. Der Schatten unter dem Bett ist für Kinder quasi greifbar, aber Erwachsene ‚ver- drängen‘ diesen einfach: „…irgendwann hast Du mich nicht mehr gehört und gesehen … dann kamen Deine Kinder und die kann ich wieder zu Tode erschrecken“. Mit einer Kapuze auf dem Kopf verfinsterte er noch die düstere und gespenstische Atmosphäre seines Textes. Michas website

Iris Schwarz aus Berlin
Bei ihr kann man guten Gewissens sagen: „Eine waschechte Berliner Schnauze“, die das Publikum zu begeistern weiß. Mit ihrem ersten Text des Abends, der aus ihrer Reihe „Frauen und andere Behinderte“ stammte, räumte sie die höchste Punktzahl in der Vorrunde ab. Ein Text, der viel Zustimmung bekam, ging es doch um die armen „Jugendlichen Würstchen“, die keine Super-Eltern haben. In der zweiten Runde zeigte sie sich dann ganz von der optimistischen Seite, denn „das Leben ist wie Bahnfahren im Winter“ – auf und ab oder auch gar nicht… Iris‘ website 

Jan Coenen aus Bonn
Jan berichtete über „wie ich einmal beinahe Kaiser war“ und erzählte von seinem umfangreichen Antrag mit tausenden von Absätzen und Paragraphen an die der- zeitige Regierung. Eins ist Jan ganz klar: “ Er ist besser als die ganze Regierung“. Ob das   sein Volk genauso sehen würde? Man weiß es nicht, aber viel zu lachen hätte es nicht.

Jana Zoricic aus Düsseldorf
Mit Pudelmütze auf dem Kopf und viel Energie in der Stimme trat Jana auf die ReimBerg Slam-Bühne und performte ihren Text „eine Kiste“. In die Kiste kommt alles rein, vor allem die ganze Liebe, aber bekommt man sie dort auch wieder heraus oder verliert sich die Liebe darin und Jana zerschmettert die Kiste besser wieder?! Ein Text, der zum Nachdenken anregt. Janas website

Mario Rembold aus Bergisch Gladbach
Zum zweiten Mal beim ReimBerg Slam vertreten und mit  einem top-aktuellen Text zu Herrn (Dr.) von Guttenberg an diesem Abend gestartet, brachten die „Rosen“- Stimmen des Publikums Mario in die zweite Runde. Mario, der die „Welt verschluckte“ und nun beim Arzt sitzt, um dort das volle Ausmaß seines Tuns am eigenen Leib zu erfahren und zu spüren, zu was die Regierung im Stande ist. Auch in der zweiten Runde blieb er politisch aktuell und nahm den Terrorismus aufs „Korn“ – genauer gesagt in die Luft mit an Bord eines Frachtflugzeuges von „Steven Miller“. Marios website 

Philipp Adamik aus Dortmund
Philipps dritter Teil seiner Christenrocktriologie über christliche Satanisten und vor allem über seine „Ex“- Freundin Christiane begann eigentlich ganz entspannt am Frühstückstisch. ABER der Ich-Erzähler brachte keinen Bissen runter und zermatschte das Frühstücksei auf dem Tisch. Außerdem unternahm er eine Revolution in der christlichen Gemeinde, die aus der Freundin Christiane seine „Ex“ machte. Verkorkste Angelegenheit!