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Konzeption 3.1. KJHG, Bundesjugendplan, Zielgruppe 5.1.2. Internet Café / Multimedia 5.3.2. Jugendfilm, Jugendtheater, Jugendliteratur 5.4.1. Teeniearbeit 5.4.2. geschlechtsspezifische Arbeit 5.4.3. Sport 5.5.3. Raumvergabe, Nutzung durch Dritte 6.0. Partizipation Jugendlicher Der Jugendausschuß des 1. Pfarrbezirks der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach8.0. Team, Arbeitsorganisation, Supervision, Fortbildung Das Gebäude am Quirlsberg 1 ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Offenen Jugendarbeit in der Stadt Bergisch Gladbach. Die schon seit langem dringend notwendige Sanierung des Gebäudes ist nach anderthalbjähriger Bauzeit im Jahre 1997 abgeschlossen. Der Umbau wurde vom AKSM e.V.als Bauherrn durchgeführt. Neben der öffentlichen Förderung und Stiftungsgeldern betrug die Eigenleistung durch MitarbeiterInnen, Jugendliche und die AKSM Beschäftigungsmaßnahme weit über 300000 DM. Durch eine Raumaufteilung über drei Etagen ist eine gleichzeitige Nutzung des Hauses durch die verschiedensten Gruppierungen möglich. Mit der Neueröffnung wurde auch ein neues Konzept, mit dem Schwerpunkt Jugendkulturarbeit, in diesem Hause umgesetzt. Das Haus soll einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Um dieses neue Konzept auch sichtbar zu machen, präsentiert sich das Gebäude in neuem Gewand, nämlich in schlichtem weißen Anstrich, innen wie außen. Gleichzeitig erhielt das Haus einen neuen Namen: Q1 Jugend- Kulturzentrum. Dieses neue Gebilde mit Leben zu füllen ist jetzt Aufgabe der MitarbeiterInnen und der BesucherInnen, wobei hier die Qualität im Vordergrund stehen wird. Dieses Konzept ist die Grundlage für das zukünftige pädagogische Handeln im Q1. Aus ihm können Aktivitäten abgeleitet werden, die regelmäßig reflektiert und ggf. verändert werden. Die konkrete Praxis des Q1 wird dem Prinzip der outputorientierten
Steuerung folgen. Die Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach ist seit Oktober 1998 neuer Träger des Q1. Mit Übernahme der Trägerschaft wird gleichzeitig das hier vorliegende Konzept des Q1 Jugend-Kulturzentrums übernommen. Ab dem Jahr
2007 greift die sogenannte Neukonzeptionierung der offenen Jugendarbeit in
Bergisch Gladbach. Träger des Q1 ist die Evangelische
Kirchengemeinde Bergisch Gladbach, Das Q1 liegt im unmittelbaren Stadtzentrum von Bergisch Gladbach, einer Kreisstadt östlich von Köln, mit einer Einwohnerzahl von ca. 107 000 Menschen. Das Stadtgebiet stellt sich dar als ein Konglomerat von mehreren verschiedenen, ehemals eigenständigen Kleinstädtchen im wesentlichen Bergisch Gladbach und Bensberg mit ihren Trabanten. Die Stadt weist somit keine gewachsene zusammenhängende Struktur auf. Die Bevölkerungsstruktur ist heterogen. Der Ausländeranteil beträgt 10,5 %. Die Hauptgruppe der MigrantInnen ist türkischer Staatsangehörigkeit. Im Alter von 14 - 27 Jahren sind 12193 deutsche und 2336 ausländische Jugendliche und junge Erwachsene, deren Anteil an dieser Altersgruppe somit einen Anteil von 16.08 % ausmachen. Aufgrund der zentralen Lage herrscht neben Wohnbebauung, die Geschäftscity mit Fußgängerzone, Verwaltungs -und Behördenhäufung wie z.B. Stadtverwaltung, Arbeitsamt vor, als auch Industrie der Branchen Papier (größter Einzelarbeitgeber), Dämmstoffe etc.. Bergisch Gladbach ist mit Schulen aller Art bestens versorgt. Das Q1 liegt etwas höher gelegen an einem Berg, von der City nur durch eine vierspurige, stark befahrenen Straße getrennt. Die Anbindung an den ÖPNV ist recht gut, es gibt ein ins Umland reichendes Busnetz und einen S-Bahn -Anschluß nach Köln/Leverkusen.2.3 Personal 1 Leitung / Pädagoge 38,5 Std 1 Soz. Arb o.ä. 27,75 Std 1 Honorarkraft 10,25 Std. Außerdem gibt es 2 ZDL mit jeweils 38,5 Std, sowie Honorarkräfte für spezielle Angebote mit unterschiedlicher Stundenzahl und eine Reinigungsfirma . Alle Räumlichkeiten des Q1 sind behindertengerecht von außen zu Fuß zu erreichen. Im Haus sind 5 eigenständige Projekte untergebracht: · das Q1 Jugend- Kulturzentrum (Nutzfläche ca. 610 m²) · Mensch und Arbeit (Nutzfläche ca. 610 m²) · das Kindergartenmuseum (Nutzfläche ca. 152 m²) (Träger: KM e.V.) · der Schülertreff (Nutzfläche ca. 55 m²), (Träger: Ev. Kirchengemeinde) · der Bund deutscher Pfadfinder ( Nutzfläche ca. 249 m²) Es stehen insgesamt 37 Räume zur Verfügung, davon entfallen 22 auf das Q1, 3 auf die Hausaufgabenhilfe, 5 auf den Hort und 7 auf die Pfadfinder. Die Räumlichkeiten des Q1 werden soweit möglich auch von der Hausaufgabenhilfe und dem Hort genutzt. Untergeschoß Q1 Jugendcafe (119,5m²) Vorraum - Haupteingang -(25,5 m²) Ausstattung: ein Billard Hauptraum (75 m²) Ausstattung: Bistrotische, Stühle, Kicker, Flipper, diverse Spiele, Musikanlage, TV/Videoanlage, (Schiebetür zur Terrasse) Küche (19 m²) Austtattung: Küchenzeile, Tisch, Stühle Toiletten 1 Herren WC, 1 Damen WC, 1 Mitarbeiter WC. Außenbereich Open air Bühne (18m²) und Terrasse (ca. 70m²), die im Sommer mitgenutzt wird u.a. für kleinere Veranstaltungen. Gruppenraum (19,5m²) Ausstattung: Tische, Stühle, Sitzmöbel Werkraum (21,5m²) Werkbänke, Hobelbank, Werkzeuge zur Holz- und Metallbearbeitung, diverse Maschinen Abstellraum (23,5 m²) Vorrat, Ersatzteile,etc. Erdgeschoß Proberäume, Studio Zwei schallisolierte Räume a 20m², ein Aufnahmestudio 10m², ein Vorraum 13,5m², Toilette. Die Räume können während der Öffnungszeiten kostenlos von Bands und Einzelpersonen zum Üben genutzt werden. Ausstattung: Gesangsanlage, Mikrophone, Gitarre, Baß und Verstärker, durch eine doppelte Glasscheibe besteht hier Sichtkontakt mit dem Studio. Das Studio ist ausgestattet mit einem Mackie Pult 32-8-2, vier Tascam DA 88 (32 Spuren) sowie 16 Spur Harddisc, Effektgeräten, Sampler.Schülertreff (54,80 m²) Gruppenraum (13,5m²) Obergeschoß Saal (136 m²) Ausstattung: eine abtrennbare Küchenzeile, Geschirr, Gläser, Besteck, eine Beschallungsanlage für Livemusik und Discoveranstaltungen, eine transportablen Bühne (24m²), eine Lichtanlage für Bühnenlicht, ein Podest für Licht- und Tontechnik, eine mobile Leinwand 2,5 x 3,2m, diverse Lichteffekte, Tische und Stühlen für ca. 120 Personen und eine Theke mit Zapfanlage. Abstellraum (20m²) Für Tische, Stühle, Bühnenelemente, etc. Cafe „SPUNK“ (61m²) Ausstattung: Theke, Klavier, Tische, Stühle, Geschirr, Besteck und eine Pantryküche. Computerraum (20m²) Ausstattung: 9 Rechner
(vernetzt), Scanner, zwei Drucker, CD Brenner. Gruppenraum (16m²) Ausstattung: Tische, Stühle Büro (Mensch und Arbeit) (33m²) Ausstattung: Schreibtische,
Tische, Stühle, PCs. Fotolabor (11m²) Ausstattung: zwei Arbeitsplätze für S/W Entwicklung und Vergrößerung, div. Zubehör und Material Büro (Q1) (20m²) Ausstattung: Schreibtische, PC, Besprechungstisch, Regale, Telefonzentrale, Alarmanlage Abstellraum (4m²) Kopierer, Büromaterial Toiletten 1 Behinderten WC, 1 Herren WC, 1 Damen WC. Haustechnik Heizungsraum (16m²) Heizung und Warmwasser Hausanschlußraum (3,5m²) Strom- und Wasseranschluß Das Q1 wird von der Stadt Bergisch Gladbach und aus Landesmitteln gefördert. Die Stadt Berg. Gladbach bezuschusst die Personalkosten, die allgemeinen Betriebskosten und die pädagogischen Sachmittel. Die Ev. Kirchengemeinde trägt 10% der Gesamtkosten. Zusätzliche Mittel erwirtschaftet das Q1 durch Veranstaltungen und Vermietungen.Jugendcafé Samari: Die, Mi 15 - 21 Uhr, Do 15°° - 23°° Uhr Internetcafé Die, Mi 15 - 21 Uhr, Do. 15 - 18 Uhr Schülertreff: Mo bis
Do, jeweils 13°° - 16°° Uhr Proberäume:
täglich 24 std., durchgehend reserviert Saal : Fr. - So.: Veranstaltungen: Parties und Konzerte, ab 20:00 Uhr Quirl - Open Air sonntags 17 Uhr 3.1 KJHG, Bundesjugendplan, Zielgruppe "Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von Ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen". (§11, Abs. 1 KJHG) Das Q1 Jugend - Kulturzentrum soll grundsätzlich allen Interessenten im Sinne des KJHG offenstehen. Hauptzielgruppe sind dabei die 14 - 27 jährigen. Die Schwerpunkte der Arbeit orientieren sich am KJHG §11 Abs.3:
An den Angeboten der Jugendarbeit sollen in angemessenem Umfang auch Personen über 27 Jahre und aller Nationalitäten teilnehmen können, wie auch der Bundesjugendplan in seinen Allgemeinen Grundsätzen fordert ( Richtlinien des BMFJ v. 20.12.1993 -221-2411/94): "Die Förderung (der Tätigkeiten der Kinder- und Jugendhilfe) soll zum Zusammenwachsen der jungen Generation in Deutschland und Europa, zur Verbesserung des Dialogs zwischen den Generationen sowie zur Integration der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger beitragen". 3.2. Jugendkulturarbeit als Schwerpunkt In einer Zeit, in der traditionelle Bindungskräfte der Gesellschaft in Auflösung begriffen sind, die Individualisierung der Gesellschaft voranschreitet, an die Stelle alter Sicherheiten, Werte und Überzeugungen neue Unsicherheiten treten und gewaltige Herausforderungen an die Individuen gestellt werden, kommt der Kultur als sinnstiftender Kraft erneut große Bedeutung zu. Gerade für Jugendliche und junge Heranwachsende bedeutet Kultur und kulturelle Betätigung eine große Hilfe bei der Identitätsbildung und der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben. Kultur als soziale Kommunikation Kultur ist das Zusammensein und Zusammenwirken von Dingen des täglichen Lebens. Das bedeutet, da täglich viele Menschen zusammentreffen, daß auch deren unterschiedlichsten Hintergründe (Nationalität, Religion, Familie, etc.) aufeinanderprallen. Da das Q1 mit seinen BesucherInnen ein Spiegel dessen ist, was täglich auch außerhalb des Hauses passiert, muß sich hier ein Wechselspiel von Geben und Nehmen ergeben. Es ist die Aufgabe der MitarbeiterInnen hier kein passives Nebeneinander zu dulden, sondern die Auseinandersetzung zwischen den BesucherInnen mit diesen unterschiedlichen Kulturen in Gang zu setzen, zu fördern und somit ein Miteinander zu schaffen. Nicht nur um den Generationenkonflikt zu verringern, sondern auch weil im Zusammenspiel verschiedener Lebensalter und damit verbunden verschiedener Erfahrungen für alle Beteiligten ein hohes Maß an Toleranz und Akzeptanz gefordert ist, wird auch der Begegnung verschiedener Generationen im Q1 ein hoher Stellenwert zugemessen. Desgleichen gilt auch für das Zusammentreffen von unterschiedlichen Nationalitäten und Interessengruppen. "Die eine" Jugendkultur gibt es nicht. Sich in der Jugendkultur zurechtzufinden, kommt nicht nur Erwachsenen einem Aufenthalt in einem Labyrinth gleich. Jugendkultur und ihre Werte haben sich in der Vergangenheit möglicherweise in noch stärkerem Maße ausdifferenziert als die Gesamtgesellschaft. Sie zerfällt in verschiedene Subkulturen, die jeweils ihre eigene Mode, Musik, eigene Lebensstile, Lebensentwürfe und Ausdrucksformen entwickelt haben. Eigenständige und z.T. voneinander abgeschottete kulturelle Milieus sind entstanden. Eine weitere Ausdifferenzierung erhält die Szene der Jugendkultur durch die kulturelle Vielfalt der verschiedenen ausländischen Jugendlichen in dieser Stadt. Zwischen diesen Subkulturen gibt es viele Berührungspunkte, oft herrscht aber auch untereinander Sprachlosigkeit, Unverständnis, manchmal auch Intoleranz gegenüber der jeweils anderen. In dieser spannenden und bunten Vielfalt liegt eine große gesellschaftliche Chance und Bereicherung. Jede Jugendkultur sucht und findet Interpretationen des Hier und Jetzt, des Seins und Sollens und der Standortbestimmung in dieser Welt. Sie ist bestimmt von der Suche nach Orientierung und Wertebildung im Spannungsfeld von Selbstverwirklichung und Gemeinsinn Bei dieser Suche nach Orientierung, Wertebildung und Selbstvergewisserung wollen die MitarbeiterInnen des Q1 aktive Unterstützung geben, den Dialog suchen und der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen mit einem ganzheitlichen Ansatz begegnen. Ziele des Q1 vor diesem Hintergrund sind daher:
Neben regelmäßigen Öffnungszeiten und Terminen (Café, Disco, Konzerte etc.) sollen unregelmäßig und zeitlich befristete Projekte Bestandteil des Gesamtangebots des Q1 sein. Für diese Projekte werden in der Regel Kooperationsformen angestrebt. Das Spektrum reicht dabei von Alleinveranstaltungen durch Dritte durch Überlassung von Räumen bis hin zu gemeinsam geplanten und durchgeführten Aktivitäten des Q1 mit anderen Institutionen. Diese Projekte können in offenen, teilnehmer-, themen- oder stadtteilorientierter Form oder in Mischformen verwirklicht werden. Durch diese projekthafte Organisationsweise ist ein hohes Maß an Flexibilität, Bedarfsnähe und Aktualität der Veranstaltungen gewährleistet. Darüber hinaus werden die personellen und räumlichen Ressourcen von Q1 optimal und effizient genutzt. Neben der Projektarbeit, die einen Schwerpunkt in der Arbeit des Q1 bilden wird, werden aber auch die klassischen Methoden der Sozialarbeit, wie Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit zur Anwendung kommen. Die Stadtteilorientierung des Q1 soll folgenden Maximen Rechnung tragen: Zum Einen ist die Gemeinwesenorientierung Arbeitsprinzip des Jugendkulturzentrums und damit aller seiner Bereiche, zum Anderen soll es ein eigenes Arbeitsfeld Stadtteilarbeit geben. Ziel der Gemeinwesenorientierung ist die Erschließung und Vernetzung von Ressourcen im Stadtgebiet. Durch die Synergieeffekte neuer Netzwerke sollen in einer Zeit knapper werdender Mittel die bestehenden Möglichkeiten effizienter genutzt und die Formen der Kooperation vielfältiger werden. Dies fördert die Integration des Jugendkulturzentrums Q1 in das Gemeinwesen Stadt und die Öffnung des Q1 für die Nutzung durch das Gemeinwesen. Aktivitäten in dieser Richtung sind z. B.: Die Nutzung des Gebäudes durch den Hort, der Hausaufgabenhilfe der AWO und die Pfadfinderschaft St. Georg und den Bund deutscher Pfadfinder sowie die Überlassung von Räumen an Andere, z.B. an das Jugendamt zwecks Durchführung stadtweiter Fortbildungsveranstaltungen und Tagungen der AG 78 "Jugendhilfeplanung" nach KJHG. Für die Aktivitäten des Q1 gilt das Arbeitsprinzip der Kooperation mit im Stadtgebiet tätigen Institutionen. Um die Qualität und Effizienz der Angebote auf Dauer gewährleisten zu können, gilt es Synergieeffekte herzustellen. Daraus ergibt sich für das Q1 das Arbeitsprinzip der Kooperation mit im Stadtgebiet tätigen Institutionen. Die ersten Kooperationspartner sind die im Haus: der Hort und die Hausaufgabenhilfe der AWO und die Pfadfinder. Auch mit der zweiten großen OT in der Stadtmitte, der OT St. Laurentius gibt es bereits Zusammenarbeit und auch Absprachen sinnvoll ergänzend zu arbeiten. Diesweiteren besteht bereits eine Vernetzung mit anderen Jugendeinrichtungen in Bergisch Gladbach. Außerdem können und sollen weitere Kooperationspartner sein: Bergisch Gladbacher Vereine, Verbände, VHS, Lebenshilfe, Regionet, Drogenberatung, die Einrichtungen des Jugendamtes und die verschiedenen Projekte der Ev. Kirchengemeinde Bergisch Gladbach usw., z. B. für gemeinsame Veranstaltungen und Projekte zu Themen wie Gewalt, Sexualität usw. Aber auch mit überörtlichen Einrichtungen wie Jugendfilmclub, der LAG soziokulturelle Zentren NRW (deren Mitglied wir auch sind) und deren Mitgliedseinrichtungen, anderen Jugendeinrichtungen ist eine Zusammenarbeit angestrebt bzw. schon vorhanden. Als ganz wichtig wird die Kooperation mit Schulen angesehen, z.B. gemeinsame Projekte im Rahmen der schulischen Projektwochen, Übermittagbetreuung, etc.. Dem Café Qu kommt eine Anlauf - und Verteilerfunktion zu, hier treffen und verabreden sich Jugendliche, nutzen die Möglichkeiten, zu entspannen, zu reden, Musik zu hören und schlicht rumzuhängen. Hier können Jugendliche aber auch vor und nach den unterschiedlichen Veranstaltungen im Haus die verschiedenen Möglichkeiten des Cafés nutzen. Das Café ist ein Bereich neben den anderen des Q1, d.h. es ist nicht der zentrale Ort, um den sich alles gruppiert und von dem alle Aktivitäten ausgehen Hier kann Ansprache durch MitarbeiterInnen erfolgen, soll aber eher pädagogikfreier Raum sein, der den Jugendlichen Rückzugsmöglichkeiten lässt, nicht ständig angequatscht zu werden.
5.1.2 Internet Café/ Multimedia-Werkstatt Die Nutzer bekommen die Möglichkeit,
sich mit dem Medium Computer/Internet vertraut zu machen und unter sachkundiger
Anleitung dieses Medium sinnvoll nutzen lernen, z.B. die Nutzung der Vielfalt
von Informationen, Kommunikation mit anderen Einrichtungen oder Menschen aus
aller Welt, Erstellen einer eigenen Homepage, etc.. Daneben können die Rechner
auch für Kurse, Anwenderprogramme oder auch nur für (ausgewählte) Spiele
genutzt werden. Hier ist besonders an die Kooperation mit Bergisch Gladbacher Schulen gedacht, im Zusammenhang mit Projektwochen oder auch im Hinblick auf Lehrer - und Multiplikatorenfortbildungen im Computer/Internetbereich. Darüber hinaus sollen aus dem Kreis der Nutzer Menschen gewonnen werden, die in die Arbeit mit einsteigen möchten und ggf. die Betreuung des Internet Cafés mit übernehmen können. Das gleiche gilt für Nutzung der Rechner für Reklame: Gestaltung von Flugblättern, Plakaten etc. und den Multimediaeinsatz. Hart aber handgemacht - Rockmusik im Q1 Jugendliche, die an traditioneller Rockmusik mit Schlagzeug, Bass und Gitarren interessiert sind, kommen im Q1 auf ihre Kosten. In Proberaum und Studio, später vielleicht auf der Bühne im großen Saal können sie, angefangen beim Erlernen grundlegender Spieltechniken über das Zusammenspielen in einer Band bis zur Erstellung einer Demo-Aufnahme oder der Produktion einer eigenen CD alle technischen Möglichkeiten die das Q1 bietet, unter fachkundiger Anleitung zu nutzen lernen. In regelmäßigen Abständen (jeden ersten Donnerstag im Monat) findet ein offenes Treffen mit Musikern von Bands aus Bergisch Gladbach und Umgebung statt. Ziel ist ein Zusammenschluß und Interessenvertretung von und für regionale Musiker um speziell den Nachwuchs zu fördern und gemeinsam Veranstaltungen zu planen und durchzuführen. Zusammenarbeit mit Einrichtungen aus anderen Städten ist geplant in Form von gegenseitigen Besuchen und Auftritten. Workshops zum Thema Recording, PR, Beleuchtung, etc. sollen unter Nutzung der im Haus vorhandenen Einrichtungsgegenstände (z.B. im Studio oder im Saal) und Fachkräfte oder in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen oder externen Fachkräften sollen durchgeführt werden. Wie oben schon erwähnt sollen regionale Bands und der Nachwuchs gefördert werden. So können jeweils Freitags zwei
Bands aus der Umgebung, die sich selber zusammenfinden sollen, im Q1 auftreten.
Die Vielfalt der existierenden Bands die die unterschiedlichsten Stilrichtungen
vertreten, wird ein breites und buntes Angebotsspektrum ermöglichen und so die
unterschiedlichsten BesucherInnen ansprechen. Das Q1 will Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit bieten, zu günstigen Konditionen die verschiedensten Angebote wahrnehmen zu können. Gemeinsam mit Besuchern werden Parties organisiert und durchgeführt, z.B. spezielle Reggaeparties, Hip-Hop Jams d.h. kombinierte Veranstaltungen Musik-Graffity-Breakdance. Bereits jetzt gibt es hierzu viele Anfragen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die solche Parties in eigener Regie oder in Kooperation mit Q1 organisieren und durchführen wollen. 5.3.1 Jugendfilm, Jugendtheater, Jugendliteratur Das Q1 soll ein Veranstaltungsort für Jugendfilm, Jugendtheater und Jugendliteratur in BGL werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, Jugendliche an diese zum Teil in Vergessenheit geratenen Medien erneut heranzuführen. Die Medien sollen dabei aber eingebunden werden in sachlich-inhaltliche Zusammenhänge , bspw. in Form von
Auch hier gilt, wie bei den Konzerten, dem Nachwuchs eine Chance. Aber auch bekanntere Acts sollen im Q1 den BesucherInnen vorgestellt werden. Die Photographie soll als Medium im Q 1 professionell eingesetzt werden. Ein hauseigenes Photolabor und Fachpersonal auf Honorarebene stehen zur Verfügung. In Form von Gruppenarbeit, offenen Angeboten oder der Unterstützung von thematischen Projekten im Q1 soll mittels der Photographie eine weitere Möglichkeit kultureller Ausdrucksfähigkeit erschlossen werden. Dazu gehört sowohl die Auseinandersetzung und das Kennenlernen der grundlegenden technischen Voraussetzungen, handwerklichen Fertigkeiten und der verschiedenen Phototechniken als auch die Entwicklung eigener künstlerischer Ausdrucksformen. Der ganze künstlerische Prozeß der Ideenentstehung, ihrer Umsetzung in Bilder und ihrer Vorstellung mit dem Ziel weiterer Auseinandersetzung kann im Q1 vollzogen werden. In Form von Innenraumdekorationen und Prozeßdokumentationen von Projekten, aber auch in eigenen Ausstellungen mit Öffentlichkeitswirkung können Ergebnisse präsentiert werden. Teeniearbeit wird als Nachwuchsarbeit verstanden. Dies bedeutet, daß die Kinder die den Schülertreff besuchen angehalten werden das Haus auch darüber hinaus zu nutzen, Gleiches gilt für Besucher des offenen Treffs. Die Kinder und Jugendlichen, sollen das Haus mit seinen verschiedenen Angeboten kennenlernen und sich darin ausbreiten. 5.4.2 geschlechtsspezifische Arbeit Es soll keine spezielle Mädchen- und Jungenarbeit geben, sondern es wird großer Wert darauf gelegt, daß ein rücksichts- und respektvoller Umgang miteinander stattfindet und keine Benachteiligung erfolgt. Die MitarbeiterInnen haben die Aufgabe in Konfliktsituationen einzugreifen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, bzw. gemeinsam zu erarbeiten. Die „Vorbildfunktion“ der MitarbeiterInnen ist hier besonders wichtig. Ergänzend und bei Bedarf können spezielle Kurse oder workshops angeboten werden. Sportangebote für Jugendliche wie z.B. Fußball sollen im Rahmen der Möglichkeiten für einen Ausgleich für erlebten Streß im Schul-, Berufs- und Familienalltag bieten. Körperliche Betätigung als Hilfe zur Bewahrung und Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts. Fußballturniere mit anderen Jugendhäusern fördern den Austausch untereinander und helfen dem Jugendlichen bei der Auseinandersetzung mit seiner eigenen und der Mannschaftsleistung, aber auch bei der Identifikation mit dem Jugendkulturzentrum. 1) Vernetzung mit Multiplikatoren auf der Fachebene (Facharbeitskreise) als auch auf der interdisziplinären Ebene. Ziel ist auch hier der Aufbau und die Pflege von Kontakten, das Kennenlernen und der gegenseitige Austauschs mit dem Ergebnis, neue soziale Netzwerke zu etablieren.
Ziel ist es, Bedarfslagen durch einen stadtteilorientierten Ansatz unter Einbeziehung Jugendlicher zu ermitteln, aufzugreifen und zu bearbeiten.
Durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit, der entscheidende Bedeutung im Sinne der Herstellung von Transparenz zukommen wird, entsteht ein Rückkopplungseffekt ins Gemeinwesen hinein 3) Das Q1 als Plattform jugendpolitischer Themen: Das Q1 soll das Forum für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit jugendpolitischen Themen werden:
Die Lebenslage vieler Jugendlicher bringt es mit sich, dass bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben und des Alltags Probleme entstehen, zu deren Lösung Rat und Unterstützung durch Dritte notwendig wird. Klassische Probleme sind solche in Schule und Beruf, im Aufbau und der Pflege von Beziehungen in Freundschaften, zu Fragen der Sexualität und des Verhältnisses zu den Eltern, aber auch solche im Umgang mit Ämtern. Doch zunehmend prägen auch die Gefahren Gewalt, Drogen und Kriminalität diese Altersgruppe. Im Q1 sollen AnsprechpartnerInnen für diese Fragen bereitstehen. Dies geschieht einerseits durch die festen MitarbeiterInnen des Q1-Teams, oder durch Vermittlung an kompetene FachkollegInnen oder Einrichtungen. Deswegen hat das Q1 Wegweiserfunktion, Vermittlungsfunktion zu den Fachleuten. Es stellt Kontakte her, es kann bspw. dafür sorgen, daß bestimmte Beratungsangebote durch Dritte im Haus vorgehalten werden. Auch hier gilt das Prinzip der Erschließung von Ressourcen, die Kooperation mit anderen, vor allem aber das Prinzip der Prävention.(s.o.Projekte, Stadtteilorientierung etc). 5.5.3 Raumvergabe, Nutzung durch Dritte Die Raumkonzeption des Hauses erlaubt eine Mehrfachnutzung der vorhandenen Räumlichkeiten. So können z.B. neben dem offenen Treff, während das Café SPUNK und das Internet Café geöffnet sind, gleichzeitig auch das Fotolabor, die Proberäume, der Saal und Gruppenräume genutzt werden. Hier sollen neben der eigenen Nutzung durch Mitarbeiter oder Angebote des Hauses aber auch Fremdnutzungen stattfinden. So können gegen entsprechende Nutzungsgebühr (s. Entgeltordnung) Räume für die verschiedensten Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzungsmöglichkeiten sind
vielfältig, z.B. private Feiern, Oberstufenpartys, Schulungen,
Mutter-Kind-Gruppen, Sitzungen, Theaterkurse, Vereinstreffen, oder
Mitarbeiterfortbildungen des Jugendamtes usw. Ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Haus soll auch möglichst vielen Nutzern und Nutzungsmöglichkeiten offen stehen. 6.0 Partizipation Jugendlicher 6.1. Der Jugendausschuß des 1.
Pfarrbezirks der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach Es sollen Modelle entwickelt
werden, die die Beteiligung von Jugendlichen an Meinungsbildungsprozessen im Q1
gewährleisten. · Vor allem im Programmbereich sollen Anregungen und Kritik Berücksichtigung finden und in die allgemeine Programmgestaltung des Q1 einfließen. Die Mitarbeit von Jugendlichen an der Umsetzung der Konzept des Q1 soll gefördert werden. ·
Selbstorganisation von Jugendlichen ist erwünscht und im Rahmen
der Möglichkeiten zu fördern. ·
Die Gestaltung des offenen Treffs sowie des Cafe SPUNK ist von
Jugendlichen eigenständig durchgeführt worden. ·
Veranstaltungen wie Konzerte und Parties werden gemeinsam mit den
Musikern und DJs geplant und durchgeführt Die Öffentlichkeitsarbeit des Q1 folgt dabei vier Überlegungen:
Auch hier sollen adäquate Konzepte entwickelt werden
8.0 Team, Arbeitsorganisation, Supervision, Fortbildung 1) Das Team trifft wöchentlich für 2 Stunden zusammen. An der Teamsitzung nehmen alle hauptamtlichen MitarbeiterInnen und die ZDLs teil. In der Teamsitzung findet statt:
2) Im halbjährlichen Abstand findet ein Teamtag statt:
Hierbei ist zur Unterstützung und Ergänzung eine enge Zusammenarbeit mit Fachkräften, wie z.B. dem Fachberater des Jugendamtes angestrebt. Supervision: Zur Unterstützung der Arbeit nimmt das Team eine im 2-monatlichen Abstand stattfindende Supervision in Anspruch. Fortbildung Die Anforderungen an Jugendeinrichtungen im non-profit-Bereich nehmen zu. Das Anforderungsprofil an MitarbeiterInnen einer Einrichtung wie das Q1 reicht dabei bspw. von der kontinuierlichen Aktualisierung der methodischen Bandbreite und der Techniken beruflichen Handelns, des fundierten Wissens über die jugendsoziologischen und gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, bis hin zu den strukturellen Gefährdungslagen der jugendlichen Zielgruppe. Neuerdings kommen Anforderungen organisationssoziologischer und betriebswirtschaftlicher Art hinzu. Die Entwicklung ist dabei geprägt von der öffentlichen Debatte um die Einführung "Neuer Steuerung", "Output-orientierter Steuerungsmodelle" und "Qualitätssicherungssystemen" nicht nur in den öffentlichen Verwaltungen, sondern auch in öffentlich geförderten Institutionen. Dieser kurze Abriß macht die Notwendigkeit der Teilnahme an kontinuierlicher Fortbildung deutlich. Zur Fortbildung gehört auch die ausreichende und an Aktualität orientierte Versorgung mit Fachliteratur und Fachpublikationen. Desweiteren dient der fachlichen Fortbildung ein kontinuierlicher Austausch mit Fachhochschulen bzw. der Forschung und Lehre.
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